Karl Nolle, MdL

Frankfurter Rundschau, 06.12.2001

SPD dringt auf Rücktritt Biedenkopfs

 
bho DRESDEN, 6. Dezember. Die SPD-Fraktion im sächsischen Landtag hat Kurt Biedenkopf zum Rücktritt aufgefordert. Sie wirft dem CDU-Ministerpräsidenten vor, in einem Untersuchungsausschuss "nachweislich gelogen" zu haben. Fraktionschef Thomas Jurk sagte am Mittwoch, der 71-Jährige habe sein Recht verwirkt, Ministerpräsident zu sein.

Der Ausschuss befasst sich mit einem Bürozentrum bei Leipzig, das ein Freund Biedenkopfs Anfang der neunziger Jahre gebaut hatte. Biedenkopf hatte dafür gesorgt, dass Landesbehörden als Mieter einzogen. Nach Auffassung der SPD hatte der Kölner Bauunternehmer Heinz Barth Biedenkopf die Mietkonditionen diktiert.

Vertrauliche Akten über die Affäre sind auf den Seiten der Görlitzer Internetzeitung "FAKTuell" www.faktuell.de erschienen. Man wolle die Affäre erstmals umfassend dokumentieren, sagte Chefredakteur Chris Lenz am Mittwoch in Görlitz.

Siehe auch das FR-Spezial Der CDU-Skandal:
http://www.frankfurter-rundschau.de/fr/spezial/cdu/index.htm
LINK: Vertrauliche Akten über die Affäre Biedenkopf

Karl Nolle im Webseitentest
der Landtagsabgeordneten: